Die wichtigsten
Autohaus-Marketing Trends für 2019

Allgemein, Online Marketing, Social Media Marketing

Damit es auch im Autohaus in Zukunft gelingt entlang der digital geprägten Car-Buyers-Journey präsent zu sein, haben wir vier digitale Marketing Trends für das kommende Jahr herausgearbeitet. Denn 2019 wird es noch wichtiger werden, relevante Kundenkontaktpunkte zu identifizieren und an eben genau diesen sichtbar zu sein.

Wer erinnert sich an die Zeiten, als die Kunden noch von Autohaus zu Autohaus gepilgert sind? An diese Zeiten erinnern sich wahrscheinlich alle noch sehr gut, obwohl sie vorbei sind. Die meisten Kunden starten die Suche nach einem neuen Auto online, bevor sie überhaupt daran denken, ein Autohaus persönlich zu besuchen. Ein Dilemma – aber auch eine Chance! Laut einer amerikanischen Studie von Autotrader nutzen fast 90% der potenziellen Autokäufer das Internet, um ihre Kaufentscheidungsprozesse zu optimieren. Dabei suchen sie gute Angebote, lesen Bewertungen und sehen sich Auto-Videos auf Youtube oder auf anderen Plattformen an. Die Kunden gehen an jeder Stufe der Car-Buyers-Journey online. Wir sprechen hier von zahllosen digitalen Kontaktpunkten, die den Kaufprozess bestimmen.

1. Die mobile Nutzung steuert den Kaufprozess!

Mobile Geräte sind eine Schlüsselkomponente im Autokaufprozess und sie dominieren auch sämtliche digitale Interaktionen. Google hat in diesem Zusammenhang die gesamte Customer Journey von der Awareness bis zum Kauf untersucht und dabei herausgefunden, dass 71% aller digitalen Interaktionen auf einem mobilen Gerät stattfinden. Außerdem geben 58% der Autokäufer an, dass in Zukunft ihr Smartphone wahrscheinlich das einzige Gerät sein wird, das sie bei der Recherche nach neuen oder gebrauchten Fahrzeugen nutzen werden. Es reicht jedoch nicht aus, eine für Smartphones optimierte Webseite zu haben! Mobile Web-Apps, lokale Suchanzeigen, Video-Content und Social Media sind sinnvolle Möglichkeiten, um den Smartphone-Nutzer mit relevanten Botschaften zu erreichen. Smartphone-User verwenden sowohl mobile Seiten als auch Apps bei ihrer Suche. Je nach Status in der Customer Journey, gibt es zwei unterschiedliche Zugänge. So sind mobile Apps etwa beim Fahrzeugvergleich führend, während die User sich zu Themen wie Garantie oder lagernde Fahrzeuge direkt auf den Händlerwebseiten informieren. Bei Aktivitäten wie der Individualisierung von Fahrzeugen dominiert weiterhin die Desktop-Nutzung, da nur 68% der mobilen Autoseiten einen Auto-Konfigurator anbieten. Bei Desktop-Seiten liegt diese Zahl laut L2 Digital Index-Studien bei 93%.

2. Lokale Sichtbarkeit ist das A und O

Das Internet ist die wichtigste Informationsquelle bei der Fahrzeugsuche. Daher erscheint es logisch, dass die Online Experience eines jeden Autokäufers mit einer Suchmaschine beginnt. Im Fall vom Autokauf endet die Online Experience meist auch mit einer Suche oder besser gesagt mit einer lokalen Suche nach dem passenden Händler oder Autohaus. „Autohaus Salzburg“, „Ford Händler Wien“, „BMW Autohaus Graz“ sind zum Beispiel Suchbegriffe, die dramatische Zuwachsraten verzeichnen. Laut Chitika haben 43% des gesamten Suchvolumens von Google (sowohl mobile als auch PC) einen lokalen Bezug. Dabei ist fast die Hälfte des gesamten Search Traffic lokal. Eine ziemlich beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass Google pro Tag etwa 3,5 Milliarden Suchanfragen abwickelt! Das Beste daran: Lokale Suchen führen eher zum Kauf als nicht-lokale Suchen. Das bedeutet eine riesige Chance für clevere Autohäuser, um in den lokalen Suchergebnissen zu dominieren und dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Für Autohäuser und Händler ist es deshalb unumgänglich, in jeder Phase des Kaufprozesses online auffindbar zu sein – ganz besonders gegen Ende, wenn der Kunde nach einem Autohaus in seiner Nähe sucht.

Hier einige grundlegende Tipps:

  1. Pflege deinen Google My Business Eintrag!
  2. Vereinheitliche deine NAP-Daten auf relevanten Plattformen und der eigenen Webseite!
  3. Nutze lokale Firmenverzeichnisse!
  4. Generiere Bewertungen!

3. Mit Videos Kaufentscheidungen positiv beeinflussen

Es ist schon lange kein neuer Trend, sondern sollte zum Standardrepertoire im modernen Autohaus-Marketing gehören. Videos sind nicht nur ungemein effektiv (laut Studien die effektivste Methode für einen hohen ROI), sondern auch sehr beliebt bei den Kunden. Immerhin würden vier Mal so viele Kunden lieber ein Video über ein Auto ansehen, als einen Text zu lesen. Aktuelle Daten von Google zeigen, dass die Autosuche und die daraus resultierenden Kaufentscheidungen extrem von Videos beeinflusst werden. Immerhin sieht sich mehr als die Hälfte aller Autokäufer im gesamten Kaufentscheidungsprozess durchschnittlich 30 Minuten Videomaterial an.

Autohaus Digital Pro-Tipp:

Die beliebtesten Videos bei potenziellen Autokäufern sind solche zu Probefahrten, Spezifikationen und Features, sowie detaillierte Interieur- und Exterieur-Ansichten.

google.com/think

4. Die User früh im digitalen Kaufprozess abholen

Kurz vor dem Kauf sehen Konsumenten, laut eigener Aussage, die meisten digitalen Werbeanzeigen für Autos. Das zeigt, dass potenzielle Käufer im Kaufprozess viel zu spät mit digitalen Werbeformaten in Berührung kommen. Der Händler verschenkt dadurch äußerst wichtige digitale Kontaktpunkte. Um Kaufentscheidungen positiv zu beeinflussen, müssen Autohäuser und Händler ihre Kunden zu einem früheren Zeitpunkt im Kaufprozess erreichen, und zwar in den Phasen „Discovery“ (Entdeckung) und „Consideration“ (Abwägung). Unsere Branche ist bekannt für langwierige und komplexe Kaufprozesse. Laut Facebook sondieren ca. 60-70% der Autokäufer mindestens sechs Monate den Markt, in dem sie sich aktiv informieren und Rat suchen. Eine weitere Studie zeigt, dass die Käufer Fahrzeuginformationen über viele verschiedene digitale Kanäle und Plattformen beziehen. So ergeben sich – laut einer Studie von Google und Polk Data – im Auto-Kaufentscheidungsprozesses ca. 24 verschiedene Kontaktpunkte. Von diesen sind 19 digital! Tendenz steigend. Hier gilt es, für das lokale Autohaus sichtbar zu sein!

google.com/think

Fazit: 2019 wird ein weiteres Jahr der digitalen Händlermarken!

Da der digitale Bereich massiven Einfluss auf Kaufentscheidungen im Autohandel hat, müssen Händler und Hersteller mit ihren potenziellen Kunden effektiver und an jedem möglichen Kontaktpunkt kommunizieren.

  • Mobile Marketing muss für Automotive-Marken klar im Fokus stehen, da die meisten Interaktionen hier stattfinden!
  • Lokale Suchen sind extrem relevant! Daher macht es Sinn, in Suchmaschinenoptimierung zu investieren!
  • Nutzt Videos und versucht eure Zielgruppe(n) an einem möglichst frühen Zeitpunkt in der Customer Journey zu erreichen!

Wollt ihr mehr Tipps aus erster Hand? Schreibt uns eine Mail an office@autohausdigital.at. Wir beraten euch gerne und bieten auch die Möglichkeit eines unverbindlichen Erstgesprächs.

Über den Autor: Michael Luipersbeck arbeitet mit viel Erfahrung im Bereich der Markenführung und Geschäftsentwicklung. Er hat mehrere Agenturen im Aufbau unterstützt und mit renommierten Unternehmen kooperiert. Seit 2016 arbeitet er am Aufbau der automotive Spezialagentur „Autohaus Digital“. Bei Autohaus Digital ist Michael unter anderem für alle Aspekte rund um Markenführung und Marketingstrategie verantwortlich. Regelmäßig veröffentlicht er Beiträge rund um die digitale Kommunikation und das Onlinemarketing im modernen Autohaus. Feedback und Inputs zum Artikel gerne an ml@autohausdigital.at