Marketing zum besten Preis

Newsletter sind das Marketinginstrument mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. E-Mail Marketing zählt zu den beliebtesten und erfolgreichsten digitalen Marketingtechniken in der Automobilwirtschaft. Jedoch gelten für dieses Instrument zahlreiche Regeln. Es ist essentiell, die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und auf ein paar wichtige konzeptionelle Grundsätze zu achten. Diese Faktoren können rasch zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wir haben die wichtigsten Regeln für dein Autohaus oder deine Händlergruppe zusammengefasst.

1) Schreibe eine ehrliche Betreffzeile

Aus unseren eigenen E-Mail-Postfächern wissen wir, dass in der Betreffzeile oft gelogen wird oder Missverständnisse aufkommen. Wertvolle Zeit geht verloren, der Kontaktpunkt wird verschenkt. Der Kunde lässt sich nicht so leicht an der Nase herumführen. Wir dürfen unser mühevoll aufgebautes Vertrauen nicht verschenken. Nachhaltige Erfolge erzielt man nur mit Ehrlichkeit und Kommunikation auf Augenhöhe. Bemühe dich, die Betreffzeile kurz und knackig zu formulieren.

 

2) Zeige Transparenz

Halte dir stets vor Augen, dass die Empfänger deines Newsletters täglich zahllose E-Mails bekommen. Sei transparent und verstecke dein Autohaus nicht hinter Floskeln. Gesetzlich verpflichtend ist das Impressum. Es schafft Vertrauen. Auch ein Foto des Absenders schadet nicht. Bitte vergesst nicht eure Adresse und andere, wichtige Kontaktmöglichkeiten in die E-Mail integrieren.

 

3) Gestalte den Opt-out (Abmeldung) einfach

Eine transparente Möglichkeit, sich vom Newsletter abzumelden zeigt Offenheit. Außerdem ist es mittlerweile Pflicht, eine Abmeldung bei jedem Newsletter „klar und deutlich“ zu zeigen. Es bringt ohnehin nichts, jemanden zwanghaft als Abonnenten zu halten. Jemand der eigentlich keinen Newsletter haben will, darf man nicht zwingen. Wir empfehlen den umgekehrten Weg: Platzieren die Abmeldemöglichkeit nicht im Kleingedruckten, sondern unübersehbar und deutlich.

 

4) Gehe mit Call-to-Actions sparsam um

Hier ein Button, da ein Button, dort ein anderer Button. Und darunter noch einer. Dann noch zwei Boxen und einen bunten Aufmerksamkeitserreger…. Das ist überladen und wirkt höchstens kontraproduktiv. Ein anständiger und durchdachter Newsletter darf kein bunter Werbefriedhof sein. Konzentriere dich auf den Inhalt und überfordere den Nutzer nicht.

 

5) Verzichte auf Übertreibungen

Wir alle leiden nicht nur an einer konstanten Reizüberflutung, sondern verfügen auch über eine gesunde Portion Skepsis. Viel zu viele Produkte und Angebote werden als „Das absolut Beste“ angepriesen. Es ist wichtig, dass du es mit dem Eigenlob nicht übertreibst. Der Grundsatz lautet: Zeigen, nicht erzählen. Überzeuge deinen Kunden mit Taten und verzichte auf aufgeblasene Texte. Die beste Taktik ist, den Kunden mit einzubeziehen. Frage deine Kunden, was Sie von den Produkten halten oder wie man gewisse Services noch besser gestalten kann.

 

6) Konzipiere einen klaren und wiederkehrenden Aufbau

Stell dir vor, deine Empfänger fragen sich wo bei deinem Newsletter oben und unten ist… Tja, dann hast du verloren! 😉 Wichtig ist, dass sich der Empfänger in deinem Newsletter zurechtfindet. Er soll sich im Aufbau wiedererkennen. Teste auch verschiedene Varianten an verschiedene Empfängersegmente. Schau was am besten funktioniert und optimiere deinen Aufbau. Merke dir, dass eine klare und übersichtliche Struktur sowie ein durchdachtes Design dabei helfen.

 

7) Versende nicht nur Werbung

Selbstverständlich, dass du den Newsletter für die Verbreitung von Neuigkeiten über dein Autohaus nutzen willst. Bitte vergiss nicht, dass im Zeitalter der hochwertigen Inhalte und des „inhaltsgetriebenen Marketings“ (Content Marketing) das aber nicht der einzige Verwendungszweck sein darf. Erstelle Inhalte, die dem Kunden helfen, integriere spannende Artikel aus deinem Autohausblog, neue Videos und Fotos von Autotests, um die Verbindung zu deinen Kunden aufrecht zu erhalten und zu intensivieren. E-Mail und Newsletter-Marketing ist vielleicht einer der ältesten digitalen Kanäle, deswegen sollte er keinesfalls so behandelt werden!

 


Über den Autor: Michael Luipersbeck arbeitet mit viel Erfahrung im Bereich der Markenführung und Geschäftsentwicklung. Er hat mehrere Agenturen im Aufbau unterstützt und mit renommierten Unternehmen kooperiert. Seit 2016 arbeitet er am Aufbau der automotive Spezialagentur „Autohaus Digital“. Bei Autohaus Digital ist Michael unter anderem für alle Aspekte rund um Markenführung und Marketingstrategie verantwortlich. Regelmäßig veröffentlicht er Beiträge rund um die digitale Kommunikation und das Onlinemarketing im modernen Autohaus. Feedback und Inputs zum Artikel gerne an ml@autohausdigital.at