Adblocker sind ein Fluch für Werbetreibende, aber auch ein Segen für die reizüberfluteten Nutzer. Einerseits schützen uns Adblocker vor nerviger Werbung, andererseits verhindern sie wichtige digitale Kontaktpunkte zwischen Kunde und Autohaus.

 

Was ist ein Adblocker?

Als Werbeblocker (auch Werbefilter) wird ein im Hintergrund ablaufendes Programm bezeichnet, welches dafür sorgt, dass auf Webseiten enthaltene Werbung dem Betrachter nicht dargestellt wird. Solche Werbung kann in verschiedenen Arten vorkommen, beispielsweise als Bilder, Videos, Texteinfügungen und Pop-ups.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Werbeblocker

 

Adblocker sind auf dem Vormarsch

Auf Desktop-Geräten sind die Nutzerzahlen von Adblockern nach wie vor konstant. Eine deutsche Erhebung zeigt jedoch, dass der Anteil geblockter Werbung auf mobilen Endgeräten stark am steigen ist. Grund dafür sind anscheinend neue Browserversionen mit integriertem Trackingschutz.

Die Adblocker-Rate hat sich in den vergangenen Wochen beinahe verdreifacht. Von 1,8% im Q3-2017 stieg die Anzahl der Adblocker auf Android-Smartphones im vierten Quartal 2017 auf über 6%. Den ersten Push verantwortet die neue Samsung-Browserversion (v6.2). Diese Version des Browsers erlaubt es dem Nutzer, ohne großen Aufwand, die Trackingfunktionen zu umgehen sowie Bannerwerbung auszublenden. Bei Google wurden für Anfang 2018 ähnliche Erweiterungen im extrem weit verbreiteten Browser „Chrome“ angekündigt.

Marktanteile der führenden mobilen Browser an der Internetnutzung mit Mobilgeräten weltweit von Januar 2009 bis September 2017. (Quelle: https://goo.gl/299E2q)

 

Hinsichtlich der neuen DSGVO (Datenschutzgrundverordnung), die ab Ende Mai 2018 in Kraft tritt, ist das eine logische Entwicklung. Laut der E-Privacy-Verordnung müssen die Besucher eurer Autohaus-Webseiten zukünftig der Speicherung personenbezogener Daten zustimmen. Darunter fallen auch die auf der Webseite hinterlegten Cookies, die für das Tracking notwendig sind. Geläufige Cookies die im digitalen Autohaus Marketing zum Einsatz kommen sind z.B. der Facebook-Pixel, Google Analytics oder Cookies für Remarketing-Kampagnen. Das heißt, dass die Unterdrückung von Trackingfunktionen zum Standard wird.

 

Fazit

Smartphones werden in den nächsten Jahren einen noch wichtigeren Stellenwert in der Car Buyers Journey einnehmen. Für uns und unsere Kunden bedeutet das, dass zukünftig die Qualität der Inhalte eine noch wichtigere Rolle spielen wird. Das Marketing und die Werbung im modernen Autohaus müssen sich Richtung „pull“ und weg vom „push“ entwickeln. Erfolgreich werden diejenigen Autohäuser und Händlergruppen sein, die es schaffen nachhaltige Kommunikationslösungen anzubieten und die Informationsbedürfnisse der Konsumenten zu berücksichtigen. Für den Autohaus-Marketingverantwortlichen bedeutet das, sich vom starren „Werbesprech“ loszulösen und die Werbebotschaften auf Information und Unterhaltung auszulegen.

 


Über den Autor: Michael Luipersbeck arbeitet mit viel Erfahrung im Bereich der Markenführung und Geschäftsentwicklung. Er hat mehrere Agenturen im Aufbau unterstützt und mit renommierten Unternehmen kooperiert. Seit 2016 arbeitet er am Aufbau der automotive Spezialagentur „Autohaus Digital“. Bei Autohaus Digital ist Michael unter anderem für alle Aspekte rund um Markenführung und Marketingstrategie verantwortlich. Regelmäßig veröffentlicht er Beiträge rund um die digitale Kommunikation und das Onlinemarketing im modernen Autohaus. Feedback und Inputs zum Artikel gerne an ml@autohausdigital.at